Hamburg – auch ohne Musical eine Reise wert.

Anfang Februar reisten wir für ein Wochenende nach Hamburg. Manche rümpfen jetzt sicherlich die Nase wegen der Jahreszeit, ich kann nur sagen: es war traumhaft. Wir hatten bestes Hamburgwetter. Sonnenschein am Freitag und Samstag sowie Schneeflocken am Sonntag.

Wir wollten aus der An- und Abfahrt ein kleines Abenteuer machen und buchten uns kurzerhand Tickets bei Flixbus. Reicht die Antwort „Sonntagmorgen, eingekuschelt im Hotelbett mit einem leckeren Schwarzen Tee, buchte ich freudestrahlend ein Zugticket und stornierte die Rückreise per Flixbus“. Die Anreise verlief zwar ohne Komplikationen, jedoch war es nicht das richtige für uns. Für diese Reisestrecke war die Fahrtdauer doch etwas zu eng zum Sitzen. Für Kurzstrecken ist der Flixbus eine gute Alternative zur Bahn, aber bei knapp 4,5 Stunden Fahrt von Magdeburg nach Hamburg war es nicht die komfortabelste Lösung.

Hamburg begrüßte uns Freitagmittag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Unsere Koffer haben wir kurzerhand beim DB Gepäckservice abgegeben und starteten unsere Stadttour.

Route 1 Hauptbahnhof — Rathaus — Speicherstadt — Elbufer

Vom Hauptbahnhof über die Spitaler- und Mönckebergstraße erreicht man das Hamburger Rathaus. Das Rathaus hat was erhabenes und schaut so allmächtig aus.

Ein kleiner Rundgang am Rathaus und anschließend suchten wir den Weg zur Speicherstadt. Glücklicherweise ist Hamburg auf planlose Touristen vorbereitet und die Straßenschilder weisen einem den Weg. Wir schlenderten durch die Straßen, schauten den zum Mittagstisch eilenden Personengruppen zu und freuten uns einfach über diesen wunderbaren Tag.

Über den Kibbelsteg kehrten wir in die Speicherstadt ein und waren sofort begeistert. Die Speicherstadt mit ihren riesigen Lagerhäusern ist zurecht UNESCO-Welterbe. Was soll ich sagen: „Es war beeindruckend“. Die angrenzenden Neubauten fand ich nicht so attraktiv. Man hat das Gefühl, die Architekten wollten sich bei jedem Gebäude neu erfinden und übertreffen.

Das Ziel war natürlich die Elbphilharmonie. Je näher man dem Gebäude kommt, desto imposanter erscheint es einem. Ich hatte vorher nie ein Gefühl dafür, wie groß sie tatsächlich ist und sie ist sehr groß. Gigantisch. Beeindruckend.

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Am Elbufer spazierten wir eine ganze Weile entlang. Hach, es ist so schön dort. Ich mag das Wasser und könnte niemals in einer Stadt ohne großen Fluss wohnen. Es fasziniert mich einfach und ist zeitgleich so beruhigend.

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Route 2 Sternschanze – Landungsbrücken – Alter Elbtunnel – Fähre

Am nächsten Tag machten wir uns vom Hotel aus in der Sternschanze zu Fuß auf den Weg zu den Landungsbrücken. Streetart und das St. Pauli Fußballstadion durchkreuzten unseren Weg. Bemalte Häuserfronten sind in der Schanze keine Seltenheit und erfreuen sicherlich den einen oder anderen Kunstliebhaber, wenng. Es war einige gute Stücke dabei, das muss ich mal so sagen.

Am Hafen angekommen, überlegten wir lange, ob wir eine Hafenrundfahrt machen, entschieden uns aber erstmal für den Alten Elbtunnel und durchquerten die Elbe zu Fuß. Der Abstieg ist nicht ganz gering, sodass man dafür gut zu Fuß sein sollte. Unten angekommen ist es kaum zu glauben, dass man nun unterhalb des Wasser auf die andere Hafenseite spaziert. Dort angekommen schlenderten wir ein ein wenig durch das Industriegebiet und nahmen eine Fähre zurück an den Fischmarkt. Und da wurde uns die Entscheidung über eine Schifffahrt schon abgenommen, denn mir bekam schon die kurze Fährfahrt nicht. Ups. Wir spazierten nochmal durch die Speicherstadt und stoppten am Meßmer Momentum. Leider war die Teelounge gefüllt, sodass wir nur im Shop ein paar Teesorten aussuchten und unseren Spaziergang fortsetzten und schlussendlich mit der Ringbahn abschlossen. Die U-Bahn, die meist überirdisch fährt, ist ein super Fortbewegungsmittel, um eine kleine Stadtrundfahrt zu machen. Sie ist nicht so überfüllt, wie die Touribusse und kostet weniger, natürlich sieht man auch weniger, aber für eine nette Tour an der Elbe entlang genau das richtige. 

Wir waren ansonsten nur zu Fuß unterwegs und haben auch kein Museum oder Highlight wie Hamburg Dungeon oder ähnliches besucht. Unser Wetter war einfach zu schön. Wir haben die frische Luft, Sonne und das Umherschlendern einfach mal genossen, saßen in Cafes und beobachteten die Leute. Beim Abendessen haben wir gelernt – doch lieber vorher was reservieren. Die kleine Tapasbar im Schanzenviertel war leider ausgebucht und in der Bullerei saßen wir und sind noch während des Wartens auf die Bedienung wieder gegangen, weil es uns doch zu versnobt war. Sowas ist mir vorher auch noch nie passiert. Wir fühlten uns dort einfach nicht wohl. Also gingen wir kurzerhand in unser Hotelrestaurant und das war keine schlechte Wahl. Das Mövenpick-Hotel führt eine ausgezeichnete Gastronomie.

Auch das Hotel an sich war hervorragend. Es ist schon ziemlich imposant, wenn man das Hotel betritt und diese kleine Fahrt „nach oben“ macht.

Der alte Wasserturm wurde zum Hotel Mövenpick ausgebaut. Auf der Fahrt zur Rezeption kann man die einzelnen Bauschritte bewundern. Das Hotel überzeugt mit Service, gutem Essen und einer traumhaften Aussicht.

Wann hat man schon mal so dekatent angerichtetes Tartar serviert bekommen. Ein kleiner kulinarischer Orgasmus.

Es war ein perfektes Hamburgwochenende und ich kann euch so eine Städtetour nur empfehlen.

Eure Moni

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